Ahnen- und Familienforschung

Diese Website befasst sich mit der Ahnen- und Familienforschung unserer Familien

Kuttkat, Hill, Prosser und Betz 

Seit etwa 1992 befasse ich mich mit der Ahnen- und Familienforschung unserer Familien als Hobby. Angefangen hat es mit dem sogenannten "Ahnenpaß" meiner Eltern und mit den Einträgen in der Familienbibel der Großeltern meiner Frau. Irgendwann habe ich alle Personendaten, die ich aus diesen Unterlagen hatte, mit einem Computer-Ahnenprogramm (Brother's Keeper) aufgenommen und archiviert. Ergänzt habe ich diese "Datenbank" mit Informationen aus diversen Stammbüchern, Familienbibeln, Dokumenten aus Nachlässen oder mündlichen und schriftlichen Informationen von direkten und angeheirateten Verwandten. 

Die Auswertung der Kirchenbücher der ostpreußischen Kirchspiele Kaukehmen (Kuckerneese) und Plaschken hat wichtige Ergänzungen für die Linie Kuttkat gebracht. Ebenso lieferten die inzwischen online verfügbaren Standesamtsunterlagen aus der Region um Preußisch Holland / Mohrungen / Liebstadt viel "Neuzuwachs" für die Linie Strauß. Inzwischen haben viele Ahnen- und Familienforscher ihre Daten im Internet veröffentlicht, so dass ich vor allem in den letzten Jahren auch dort interessante und überraschende familiäre Anknüpfungspunkte gefunden habe. So geht der Blick nicht nur zurück, sondern auch nach vorne in die vielen Verästelungen unserer weitverzweigten Familien.

Damit bin ich noch lange nicht fertig. Das ist auch keine Aufgabe, mit der man jemals fertig werden kann.

Daher meine Bitte an alle, die in "unserer Ahnengalerie" vorkommen oder die Verknüpfungen dorthin vermuten: kramt in Euren Papieren und Fotoalben, schickt mir Eure Informationen. Auch ich bin gerne bereit für einen Datenaustausch, wenn ernsthaftes Interesse besteht. Meine Kontaktadresse steht im "Impressum" oder per Email unter "Kontakt".

Die Familiengeschichten reichen ganz unterschiedlich weit zurück. Vor allem in den sogenannten ehemaligen deutschen Ostgebieten sind oftmals viele Unterlagen verschollen oder nur schwer zugänglich. Das erschwert die Forschung.

So reichen die Geburtsdaten der ältesten bekannten Familienmitglieder der ostpreußischen Familie Kuttkat momentan bis ca. 1675 zurück, die der ebenfalls ostpreußischen Familie Hill bis ca. 1785.

Daten über einzelne Zweige der Familie Betz (Region Nahe und Hunsrück) reichen inzwischen bis in das 15. Jahrhundert zurück. Auch die Vorfahren der Linie Prosser lassen sich über die Bukowina mit ihren Verzweigungen  - nach anfänglichen Schwierigkeiten - teilweise weit bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgen (Böhmerwald, Pfalz, Württemberg).

Aus Datenschutzgründen habe ich mich in dieser Internetdarstellung auf Personen beschränkt, die nicht mehr leben, ausgehend von den 4 Großeltern unserer Kinder. Natürlich liegen mir teilweise Informationen über viele Nachkommen- und Geschwisterlinien vor. Insgesamt umfasst mein Datenbestand momentan (Mai 2018) rund 4860 Personen und 1818 Familien aus dem weiteren Verwandtenkreis mit einer Spanne von bis zu 20 Generationen.

Die Heimatregionen (siehe Karte Mitteleuropa 1871), aus denen unsere Ahnen stammen sind im Wesentlichen

Kuttkat Hill Prosser Betz
Memelland Ostpreußen Böhmen Rheinprovinz
Ostpreußen Posen Württemberg
Pommern Pfalz Klimscha
(Thüringen) Galizien Schlesien

Bukowina Rheinprovinz
Rheinprovinz

KHPB Namen und Lebensdaten sind nur ein Aspekt der Familienforschung. Zu jedem Menschen gehört ein Familienumfeld, die Frage nach seinen Lebensbedingungen und seiner Lebensgeschichte.

So befasse ich mich auch mit der Geographie und Geschichte in den verschiedenen Ländern,  Regionen und Orten der jeweiligen Familien. Selbst aus den manchmal spärlichen Personendaten läßt sich oftmals ablesen, wie sich der Lauf der regionalen, deutschen und europäischen Geschichte schicksalhaft für unsere Familien auswirkte.  Unsere Familiengeschichten sind ein eindringlicher Beleg für die tiefgreifenden wirtschaftlichen, politischen und religiösen Folgen für ganze Familen-Clans. Die Geschichte (nicht nur) Mitteleuropas ist von ständigen großen und kleinen Völkerwanderungen geprägt. Mehrmals sind unsere Familiengeschichten mit solchen Ereignissen unmittelbar verknüpft.

Das Zeitalter der Mobilität führt spätestens in der Kriegs- und Nachkriegsgeneration des 2. Weltkriegs  zu einer weitgehenden, teilweise globalen "Zerstreuung" von Familienzweigen. Daher habe ich mich in der Betrachtung von "Heimatregionen" auf die Zeit bis zum 2. Weltkrieg beschränkt. Als "Heimatregion" betrachte ich dabei Gebiete oder Orte, die zumindest für mehrere Generationen den Mittelpunkt einzelner Familien oder Familienzweige bildeten. Dabei sind die Informationen über Geburts-, Heirats- und Sterbeorte zwar wichtig, aber oft auch irreführend. Häufig sind Hinweise über Familien-Wohnorte viel aufschlußreicher.

Gerade angesichts der wechselvollen Geschichten der verschiedenen familiären Verzweigungen unserer Vorfahren zeigt sich, wie wenig eindeutig dabei der Begriff "Heimat" ist. Was genau ist Heimat? Wie lange muß man "in seiner Heimat" gelebt haben? Wie viele Generationen der Vorfahren muß man dort nachweisen können? Oder reicht es, sich dort zuhause zu fühlen und den Dialekt zu sprechen? Gerade die Geschichte Zentral-Europas zeigt, dass Heimat für viele Menschen etwas Vergängliches ist.

Viele Familien bewohnten lange Zeit angestammte Heimatregionen, aus denen sie oftmals aus historischen Gründen auswandern mussten oder vertrieben wurden. Oft "stolpert" man beim Studium der verschiedenen Dokumente unwillkürlich über viele Ortsbezeichnungen, die es heute nicht mehr gibt, oder die auf Grund der historischen Ereignisse geändert wurden. So gehört die Beschäftigung mit der regionalen Heimatkunde zum Gesamtbild, ebenso das Nachholen der Geschichte zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg (ein Kapitel, dass in meiner Schulzeit "ausgeblendet" wurde).

Unsere Familiengeschichten reichen in Zeiten zurück, in denen die sogenannten "Nationalstaaten"  noch keine Rolle spielten. Die verschiedenen "Volksstämme" in Zentral-Europa durchmischten sich, sei es durch Völkerwanderungen, Kriege, Hungersnöte, Zwangsumsiedlungen, etc.

Auf solche Umstände weisen z.B. auch eine Reihe "auffälliger" Nachnamen vor allem in den Familien Kuttkat, Hill und Prosser hin. So sind unter unseren Vorfahren sowohl "Salzburger Exulanten" als auch Betroffene der verschiedenen Umsiedlungsprogramme in die Bukowina zu finden.

Das heißt: mancher Ur-Ostpreuße hat seine Wurzeln in den Alpen, der Canadier hat Bukowiner Ahnen, die wiederum haben ihre Wurzeln in Württemberg, der Pfalz oder Böhmen. 

Ich habe in dieser Internet-Zusammenstellung meiner ausgewählten Daten auf solche Heimatregionen hingewiesen, was für manche "Suchende" hoffentlich eine Orientierung sein wird.

KHPB Weitere Betätigungsfelder aus dem Umfeld der Ahnen- und Familienforschung blende ich an dieser Stelle bewußt aus, denn sie greifen zu weit in die Privatsphäre ein, um veröffentlicht zu werden.

Persönliche Lebensgeschichten unserer Familienmitglieder, Erzählungen des familiären Brauchtums, Beschreibung des religiösen Lebens und des Berufs, Fotos, Postkarten, Briefe, Tagebücher, Rezepte, das alles gehört für mich zum Gesamtbild. So hoffe ich, einen kleinen Beitrag zu leisten, unsere Ahnen und ihr Leben vor dem Vergessen zu bewahren, auch die, die ich nie persönlich kennen gelernt habe.

Für mich ist das ein ständiges Lernen - und vielleicht profitieren nachfolgende Generationen davon auch. Denn schon für unsere eigenen Kinder sind oft die Lebensumstände der eigenen Eltern und Großeltern fremd.

Was hat es bedeutet, zur Sicherung des Lebensunterhalts weit weg ziehen zu müssen, aus politischen oder religiösen Gründen eine neue Heimat suchen zu müssen, in den Krieg zu ziehen, auf der Flucht zu sein, oder einfach nur ein Leben ohne Auto, Fernseher, Telefon und Kühlschrank zu führen? Wie war ein Alltag ohne akustische "Dauerberieselung", ohne "Kunstlicht" und ohne Internet?
Wie haben wir, unsere Eltern und Großeltern gelebt?

Auch die oft so selbstverständlichen "kleinen" Dinge und Umstände unseres Alltagslebens sind es wert, beschrieben zu werden, denn diese Erinnerungen drohen viel eher verloren zu gehen, als die so genannten "historischen" Begebenheiten.

KHPB Ich freue mich über jeden, der in der Liste unserer Namen einen Grund zum Nachhaken findet - oder die eine oder andere Ergänzung liefern möchte.

Seit einigen Jahren recherchiere ich in verschiedenen Kirchenbüchernen Ostpreussens, Böhmens und der Bukowina. Das erweist sich als wesentlich zeitaufwendiger, als zunächst angenommen. Die Ergebnisse werde ich in den einschlägigen allgemein zugänglichen Internet-Datenbanken veröffentlichen.

Besonders hinweisen möchte ich an dieser Stelle auch auf meine laufend erweiterte Verkartung der Kirchenbücher des ostpreußischen Kirchspiels Kaukehmen / Kuckerneese unter
http://www.online-ofb.de/kaukehmen/

Hückelhoven, im Mai 2018
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